Hilfsangebote: Gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend

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(Symbolfoto: Pixabay)

Neue Beratungsangebote in Hessen werden vernetzt und ausgebaut

Der 18. November ist der Europäische Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch. „Alle Kinder, die von sexualisierter Gewalt bedroht oder betroffen sind, haben ein Recht darauf, schnell und unbürokratisch unterstützt zu werden und Hilfsangebote zu finden“, betont der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose. „Gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen haben wir in diesem Jahr ein Projekt zur Koordinierung der Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend ins Leben gerufen“, erklärt der Minister.

Ziel des auf drei Jahre angelegten Projekts sei es, bestehende Angebote miteinander zu vernetzten und Kooperationen zu ermöglichen. Zudem würden Beratungskapazitäten ausgebaut und ein einheitlicher Standard für die Qualität der Beratung in Hessen etabliert. Im Fokus seien nun auch Angebote für Kinder und Jugendliche, die schwer erreichbar oder besonders vulnerabel sind, beispielsweise aufgrund einer Behinderung oder weil sie an sprachliche Barrieren stoßen. In den Blick genommen würden besonders unterversorgte Regionen, fügt Klose hinzu: „Bislang ist die Versorgung mit Präventions- und Beratungsangeboten in Hessen nicht flächendeckend einheitlich gut ausgebaut“, sagt Projektleiterin Kristina Nottbohm vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen. „Wir wollen mehr Transparenz schaffen und einen vergleichbaren Standard für die Qualität der Beratung etablieren, denn ob und wie schnell ein Kind in Hessen Hilfe bekommt, darf nicht vom Wohnort abhängig sein.“ „Damit Kinder an diesem zentralen Punkt tatsächlich zu ihrem Recht kommen und gehört werden, erhält der Kinderschutz auch in Ausbildung, Studium und Fortbildung einen höheren Stellenwert“, so Klose.

(Text: PM Hessisches Ministerium für Soziales und Integration)