Auszeichnung: Land Hessen verleiht Preis für ‘Vorbildliche Bauten’

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(Symbolbild: JW. auf Unsplash)

Am 19. November wurden die Preisträgerinnen und Preisträger der Vorbildlichen Bauten im Land Hessen 2020 ausgezeichnet. Nachhaltigkeit war beim Preis für Architektur und Städtebau das beherrschende Thema. 

Das Land Hessen, vertreten durch das Hessische Ministerium der Finanzen, und die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) würdigten die Preisträgerinnen und Preisträger mit fünf Auszeichnungen und sieben Anerkennungen in den Kategorien Bauen im Bestand, Neubau, Freiraum- und Landschaftsplanung sowie Quartiersplanung und Stadtentwicklung. Die Projekte der Preisträgerinnen und Preisträger und die Shortlist-Nominierungen sind als erste Zwischenbilanz Hessens auf dem Weg zu nachhaltigem Planen und Bauen zu sehen. Dabei geht es um das Erreichen der Klimaschutzziele und einer konsequenten Kreislaufwirtschaft im Bausektor.

Das Auszeichnungsverfahren umfasste erstmals Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Städtebau. 124 Projekte waren eingereicht worden. Aus 21 Short-List-Projekten wählte eine international besetzte Fach-Jury letztendlich 12 Preisträgerinnen und Preisträger aus.

Beleg gelebter Nachhaltigkeit

Brigitte Holz, Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen und Jurymitglied: „Um die Chancen und Qualitäten einer nachhaltigen Gestaltung der gebauten Umwelt zu verdeutlichen, gibt es nichts Geeigneteres als Best-Practice-Beispiele. Die ausgezeichneten Projekte und Planungen sind ein Beleg gelebter Nachhaltigkeit. Sie machen Mut für die Zukunft. Nachhaltig Planen und Bauen heißt, dass ein Quartier mit angemessener Dichte vielfältige Entwicklungen ermöglicht, dass ein Freiraum den differenzierten Bedürfnissen von Menschen, aber auch der Umwelt gerecht wird und, dass Gebäude aufgrund architektonischer und funktionaler Qualitäten sehr langlebig sind. Da die nachhaltige Gestaltung unserer gebauten Umwelt uns alle angeht, bedarf es einer neuen Kultur des Zusammenwirkens von Gesellschaft, Politik und Planung.“

Zukunft nachhaltig gestalten

Michael Boddenberg, Hessischer Minister der Finanzen: „Globalisierung, Ressourcenknappheit, die Energiewende und die demografische Entwicklung stellen uns heute vor größte Herausforderungen. Wir wollen die Zukunft nachhaltig gestalten, deshalb müssen wir jetzt die Weichen in die richtige Richtung stellen. Wir haben bereits im Jahr 2008 die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen ins Leben gerufen. Damit haben wir eine Plattform geschaffen, auf der wir gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft an neuen, innovativen Lösungswegen, an klugen Ideen und an der breiten Aktivierung aller Menschen in Hessen für eine nachhaltige Entwicklung unseres Landes arbeiten.

Die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen hat viele Gesichter. Die Auszeichnung Vorbildlicher Bauten leistet einen wichtigen Beitrag. Das breite Spektrum an Projekten in diesem Wettbewerb dokumentiert, wie unterschiedlich die Herausforderungen und wie vielfältig die Lösungsansätze beim Planen und Bauen sind.“

Große Bandbreite an Lösungsansätzen

Dr. Martin Worms, Finanzstaatssekretär: „Städtebau, Landschaftsplanung und Architektur stehen in den kommenden Jahren vor grundlegenden Herausforderungen und Veränderungen. Die eingereichten Planungen und gebauten Beispiele zum Thema Nachhaltigkeit zeigen eine große Bandbreite an Lösungsansätzen auf. Sie machen aber auch deutlich, wie komplex und unterschiedlich die einzelnen Planungs- und Bauaufgaben sind: von der Nachnutzung großer Konversionsflächen über die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude und die Errichtung neuer Bürohochhäuser bis zum generationengerechten Wohnen. Nachhaltigkeit lebt davon, Initiative zu ergreifen. Bauherrinnen und Bauherren haben es gemeinsam mit ihren Planerinnen und Planern in der Hand, verantwortlich – sprich nachhaltig – zu handeln. Wo wir dies als Land machen können, tun wir dies aus Überzeugung.“

Die Nachhaltigkeitsstrategie wurde in Hessen im Jahr 2008 ins Leben gerufen. In einer nachhaltigen Umweltgestaltung liegen über alle Maßstabsebenen hinweg große Chancen. Mit konkreten Projekten zeigen Architektinnen und Architekten aller Fachrichtungen, wie sie langfristig Lebensqualität – auch für zukünftige Generationen – schaffen und erhalten und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden.

Das Wissen um die Bedeutung von nachhaltigem Handeln ist vorhanden. Noch fehlt eine konsequente Umsetzung der Erkenntnisse. Das Auszeichnungsverfahren soll einer breiten Öffentlichkeit zeigen, dass Nachhaltigkeit ein wichtiges Zukunftsthema ist.

Weitere Informationen zum Auszeichnungsverfahren und den ausgezeichneten Projekten, inklusive Bildmaterial, stehen auf der Website der AKH zur Verfügung: www.akh.de/vorbildliche-bauten

(Text: PM Hessisches Ministerium der Finanzen)