Baggerseepiratinnen: 17:23-Niederlage gegen Mainz 05 II

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(Foto: HSG Rodgau Nieder-Roden)

Die Drittligadamen der HSG Rodgau Nieder-Roden hatten sich viel vorgenommen, doch am Ende jubelten die Gäste. Mit 17:23 (8:12) unterlagen die Baggerseepiratinnen in der RODAUSTROM Sportarena dem 1. FSV Mainz 05 II.

„Wir haben eigentlich gut angefangen“, resümierte Ergün Sa-hin. „Rund 20 Minuten waren wir voll auf Augenhöhe“, hob der HSG-Trainer besonders das Defen-sivverhalten in dieser Phase hervor. Zudem zeigte Torhüterin Linda Barnack starke Paraden und hielt so das Rodgauer Team im Spiel. „Vor der Pause fehlte unserer Abwehr dann ein wenig die letzte Konsequenz und offensiv gab es zu viele Fehlwürfe“, befand Ergün Sahin. Ausgerechnet in einer Phase, in der die Nieder-Rodenerinnen eine doppelte Überzahl hatten, begann das Unheil seinen Lauf zu nehmen – sie konnten diesen Vorteil nicht zu ihren Gunsten nutzen. Die Folge: Mainz zog nach und nach auf fünf Tore davon, mit der Halbzeitsirene verkürzte Andrea Mertens auf 8:12.

Nach dem Seitenwechsel lief es bei den Baggerseepiratinnen zunächst wieder rund. „Wir haben uns leistungsfähiger in der Abwehr organisiert und uns Bälle erkämpft“, sagte Ergün Sahin. „Fast eine Viertelstunde lang kassierten wir lediglich ein Gegentor.“ Das zahlte sich aus: In der 37. Minute kam seine Mannschaft durch Danijela Rajic auf 10:12 heran, in der 43. Minute erzielte Pia Magna-go das 11:13. Für einen kurzen Moment keimte die Hoffnung auf, das Spiel drehen zu können. Doch Mitte der zweiten Hälfte verfielen die HSG-Damen in das alte Muster. „Unsere Abschlüsse wurden da zu wenig vorbereitet und aus dem Rückraum haben wir zu viele Möglichkeiten nicht verwertet“, beobachtete Ergün Sahin. Über die gesamte Begegnung betrachtet kam die Mann-schaft zu guten Chancen: „Wir machen aber unsere Tore nicht, das war der Knackpunkt – auf Dau-er kann das die Abwehr nicht ausmerzen.“ So stellten sich die Gäste mit zunehmender Dauer auf die Nieder-Rodenerinnen ein, bauten ihren Vorsprung wieder aus. „Mainz hat letztlich verdient gewonnen“, musste Trainer Sahin zugeben. „Allerdings haben wir ihnen am Schluss zu viele leichte Tore ermöglicht.“

Beim Blick auf die Tabelle wird deutlich, warum der Coach die Niederlage als „ärgerlich“ bezeichne-te. Die Baggerseepiratinnen wurden vom Gegner Mainz überholt und stehen nun nur noch auf Platz neun. Rang sechs, der den direkten Klassenerhalt bedeuten würde, ist zwar noch in Sicht, aber mit jeder Niederlage wird es schwerer. Zunächst steht jetzt ein spielfreies Wochenende an – und damit 14 Tage, „in denen wir Kraft, Leidenschaft und unsere Seelen wiederbeleben müssten“, formulierte Ergün Sahin. Danach geht es zum Jahresabschluss gleich zweimal in den Kölner Raum. Es warten erneut Tabellennachbarn auf die HSG-Damen, zunächst der 1. FC Köln und dann der TuS Königsdorf. Bei diesen schweren Auswärtsaufgaben geht es darum, sich das Glück zurück zu erar-beiten und Zählbares mitzubringen.

(Text: PM HSG Rodgau Nieder-Roden)