RLT Rodgau Vorsitzender wird Deutscher Meister im Ultratrail

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24-Stunden-Lauf beim RLT Rodgau. (Foto: RLT Rodgau)

Nach der Flutkatastrophe in Nordrheinwestfalen und Rheinlandpfalz wurde über MY RACE RESULT schnell ein „Spendenlauf – Laufen für die Flutopfer“ über 6 Wochen, von KW 29 bis 34, aufgelegt.

Gezählt wurden Lauf-, Rad- und Schwimm-Km. Unter den 6.690 Spendern befanden sich 9 RLT-ler: von den acht Läufern schaffte Thomas Schäfer mit 636,9 km und Anja Winter beim Radeln mit 634 km die längsten Strecken. Aber hier stand weniger die sportliche Leistung im Vordergrund, sondern dass die Startgelder und zusätzlichen Spenden zu 100 Prozent den Flutopfern zu Gute kamen.

Ende Juli nahmen Gerhard Walper und Sigurd Haarstark am Falkenstein Triple Bergsprint über 1520m mit einer Höhendifferenz von 160m teil. Im vorgegebenen Zeitraum konnten die Starter so oft laufen wie sie wollten oder konnten – die schnellsten drei Läufe kamen in die Wertung. Gerhard Walper erzielte beim Laufen in 41:58 Platz 2 seiner AK und Sigurd Haarstark beim Walking in 49:05 auf Platz 1 seiner AK und Platz 2 gesamt.

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Südthüringentrail. (Foto: RLT Rodgau)

Am 11.September richteten die Organisatoren des 5. Südthüringentrail in Suhl die 20. Deutsche Meisterschaft der DUV (Deutschen Ultravereinigung) im Ultratrail aus. Der Heldentrail über 64,9 km mit 2491 zu überwindenden Höhenmetern war eine Herausforderung für alle Starter. Der Trail setzt sich aus dem Riesentrail 47,5 km und dem Wichteltrail 17,4 km zusammen, die auch als Einzelläufe angeboten werden. Dazwischen wird der Start- und Zielbereich mit Verpflegung im Simson Gewerbepark durchlaufen. Suhl ist als Bergbau- und Waffenstadt bekannt und liegt eingebettet zwischen Dom- und dem Döllberg. So ging es nach dem Start um 5 Uhr auch direkt -ausgerüstet mit Stirnlampen- in den dunklen Wald und bergan auf den Domberg und wie angekündigt, fing es an zu regnen. Die trailigen Wege wurden weich und rutschig und auf den Bergab-Passagen war höchste Konzentration geboten. Beim ersten Verpflegungspunkt, der Ottilienkapelle öffnete sich ein grandioser Blick auf die noch schlafende Stadt. Nach Durchquerung der Stadt, vorbei am Tierpark, ließ der Regen nach, es wurde hell und die Läufer stiegen den steilsten und längsten Anstieg gerade zur Döllberghütte hinauf. Einer im Pult stellte fest: „Dass ist ja wie in den Alpen, nur dass die Kehren vergessen wurden!“ Bei km 21 ging es dann auf dem steilsten Skihang nördlich der Alpen wieder hinunter, hier waren Stöcke hilfreich und nicht jeder schaffte den Hang ohne Berührung mit dem Hosenboden. Bei circa km 30 hatten die Läufer den höchsten Punkt des Trails – den zweithöchsten Berg Thüringen – den Schneekopf erklommen. Hier hatte man freie Sicht, doch im Tal hing noch der Nebel vom Morgen, der sich nur langsam auflöste. Auch die zweite Schleife des Heldentrail wurde nicht leichter. Steil ging es einen tief ausgefahrenen Waldweg bergan, auf dem nur ein sehr schmaler Mittelpfad begehbar war und zusätzlich kamen den Ultras die Wichtelläufer auf ihrem Rückweg entgegen. Bei den Schwierigkeiten des Laufs war es nicht verwunderlich, dass von den rund 370 Startern keine 250 das Ziel erreichten. Darunter aber alle 3 RLT Starter: Thomas Fischer landete in der Wertung der Deutschen Meisterschaft in 8:00:38 auf dem 8.Platz seiner AK, seine Frau Bärbel wurde in 8:40:31 Vizemeisterin ihrer AK und RLT Vereinsvorsitzender Hartmut Wirth hatte sich des Rennen super eingeteilt und holte sich in 9:20:17 den Deutschen Meistertitel.

Am gleichen Wochenende wurde im heimischen Rodgau der 24-Stunden-Lauf durchgeführt. Der RLT Rodgau hatte sich gemeinsam mit den Montagsläufern die Waldfreizeitanlage Hainhausen als Austragungsort gesichert. Hier wurden die Teams bestens vom Vergnügungsausschuss betreut und das RLT Team erkämpften sich nach den Montagsläufern mit 756,8 km den 2. Platz. Alle RLT-ler schafften in den 24 Stunden die Ultradistanz:

Markus Müller lief 95 km, Thomas Schäfer 90 km, Solvig Müller 86,8 km (1. Ultra), Annett Sovonja 85 km, Stefanie Assion und Birgit Schrottenbaum je 77 km, Gunther Winter 75 km (1. Ultra) und Wolfgang Lehmann 46 km (1.Ultra für den RLT), sowie die Gastläufer Julius Schäfer 60 und Daniel Römmele 50 km. In den Einzelwertungen glänzte der RLT Rodgau sogar mit Platz 1 für Stefan Ott mit 138 km und seiner
Frau Cordula mit 73 km.

Bereits am 4. September wurde in Schleusingen/ Thüringen die Weltmeisterschaft im Quadrathlon ausgetragen. Quadrathlon heißt 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren, 4,6 km Kajakfahren und 5 km Laufen. Sigurd Haarstark dachte sich, so nah wird diese Meisterschaft kaum wieder stattfinden und meldete sich an. Das Rad brachte er mit, aber das Kajak musste er ausleihen und los ging es am Ratschersee. Nach 3:07:35 finishte er auf Platz 9 der AK.

Am Samstag, 18. September, trug der RLT seinen Partnerlauf über die Altdeutsche Meile von 7,777 km aus. Diese vereinseigene Veranstaltung ist sehr beliebt und verspricht Spannung. Während des Laufes werden die Start-Nr. der Frauen und Männer zusammen gelost und bei gemütlichen Beisammensein im Freien bei Kaffee und Kuchen finden die Siegerehrungen statt. In der Einzelwertung der Männer siegte Markus Müller mit 35:15 min. nur eine Sekunde vor Thorsten Aull, Thomas Schäfer lief mit 37:46 in persönlicher Bestzeit auf Platz 3. Bei den Frauen siegte Bärbel Fischer in 36:26, gefolgt von Annett Sovonja in persönlicher Bestzeit von 38:10 und Anja Winter ebenfalls in Bestzeit von 39:17. Auch Nicole Mertens konnte bei herrlichem Laufbedingungen persönliche Bestzeit in 41:30 abrufen. Die Partnerwertung gewannen Hartmut Wirth, 4.Mann und Bärbel Fischer in 1:14:24, Platz 2 belegten Thomas Schäfer und Annett Sovonja in 1:15:56 und Platz 3 Marita Hermes und Torsten Aull in 1:19:24.

Gleich am nächsten Tag hatten Marita Hermes und Thomas Fischer den RLT-Odenwaldlauf über 37 km von der MEWA Jügesheim nach Sandbach organisiert. Den fünf Teilnehmern standen 3 Begleitfahrzeuge zur Verfügung. Anschließend ließen die RLT-ler den Tag in der Breubergstuben ausklingen.

Am 31. Oktober hat der RLT Rodgau die Anmeldung für den 22. 50 km-Ultramarathon am 29. Januar 2022 geöffnet. Weitere Informationen unter rlt-rodgau.de/Ultramarathon.

(Text: PM RLT Rodgau)