JSK Rodgau erhält Förderung über 8.500 Euro zur Digitalisierung

69
Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus überbrachte dem JSK Rodgau eine Förderung über 8.500 Euro. (Foto: ah)

Spätestens nach der Bildershow dürfte Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus überzeugt gewesen sein, dass der Förderbescheid des Landes Hessen in Höhe von 8.500 Euro beim Jügesheimer Sport- und Kulturverein Rodgau (JSK) gut angelegt ist.

Ausführlich wurde beim Termin letzte Woche der Weg vom recht teuren Jahrbuch bis hin zur Online-Mitgliederzeitung „Inside“ geschildert und zeigte, warum die seit gut drei Jahren erscheinende INSIDE so viele begeisterte Leser hat. Sie erscheint, wenn es etwas zu berichten gibt. Geschrieben wird sie von Mitgliedern und von Lesern. Bilder werden zuhauf eingesandt, aber auch Artikel der örtlichen Presse finden sich wieder.
Die Unordnung hat Methode, trotzdem herrscht kein Chaos. Dafür sorgt der digitale „Blattmacher“ Dieter Kley. Er fügt zusammen, was nicht zusammengehört. Man kann die INSIDE nicht kaufen, denn sie erscheint kostenfrei, online über die Homepage www.jskrodgau.de des JSK Rodgau.

„Der JSK ist der mitgliederstärkste Verein im Kreis Offenbach und mit dem niedrigsten, durchschnittlichen Mitgliedsalter (32 Jahre) und die jüngeren Mitglieder sind die treibende Kraft bei der Digitalisierung“, erläutert JSK-Vorsitzender Lothar Mark. Inside sei inzwischen so beliebt, dass im Zyklus von 14 Tagen zwischen 30 und 40 Seiten ausgespuckt würden. Das gefällt den Mitgliedern, wie sich vor allem jetzt während der Pandemie herausgestellt habe.

Auch wenn der Betrieb überwiegend brachlag, seien alleine im letzten Jahr 26 Ausgaben erschienen und bisher bereits 17 in diesem Jahr. Mit der INSIDE verstärke man die emotionale Bindung, betont Lothar Mark. Über 1.000 regelmäßige Leser verzeichnen die Macher.

Das zweite Beispiel für die Bedeutung der Digitalisierung beim JSK schilderte Geli Stark, Sportvorstand des Vereins. So wachse der Reha-Sport seit 2012 kontinuierlich und statt manuell Listen zu führen, werde heute jeder Leistungsbezieher über die JSK-Gesundheitskarte erfasst, ein Bon ausgedruckt, der zur Teilnahme berechtigt und wenn das Halbjahr vorbei ist, können die Verordnungen auf Knopfdruck mit den Kassen abgerechnet werden.

Der JSK hat eigens für die Digitalisierung ein Vorstandsressort geschaffen. Dem widme sich Götz Schwarz, von Beruf Bankkaufmann und sehr technikaffin, schildert Lothar Mark. Die Bedeutung, die man der Digitalisierung beim JSK beimesse, verdeutlichte er durch eine Zahl: „Wir haben rund ein prozent unseres Haushalts für die Digitalisierung geplant“.

Diesen Weg zu gehen, sei wichtig, so die Ministerin: „Ich bin selber im Verein aktiv und ich weiß, wie wichtig es gerade in dieser Zeit ist, die Mitglieder beisammenzuhalten. Es ist eine große Herausforderung und gerade wenn man ein Verein ist, der viele junge Mitglieder hat, ist es umso wichtiger, dass man die digitalen Wege nutzt. Bei der Digitalisierung sollte der Mensch im Mittelpunkt stehen. Viele Menschen wissen oft erst einmal nicht, was mit Digitalisierung im Verein zu verstehen ist. Es heißt, dass der Alltagsnutzen an verschiedenen Stellen verbessert werden soll. Das soll auch das Förderprogramm erreichen. Wir wollen, dass mit der Digitalisierung das Leben und die Zukunft des Vereins verbessert wird, damit der Alltag der Vereinsmitglieder sich zum positiven entwickelt“.

(Text: ah)