Obertshausen: Umplanungen der Fastnachtskampagne 2022

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(Foto: Pixabay)

Der närrische Terminkalender im neuen Babbscherblättsche des ObertsHäuser Tanzsport- und Karnevalsvereins ist nicht mehr ganz aktuell. Bei Redaktionsschluss der Kampagnenzeitschrift bestand in den Reihen der Narren mit den blauen Schürzen die Hoffnung, mit einem kompletten Präsenz-Veranstaltungsprogramm in die Kampagne 2022 starten zu können.

Noch der Kampagnenauftakt im November ließ die Elf Babbscher zuversichtlich auf die Kernzeit der Fastnacht blicken und schürte Vorfreude. Mit großem Bedauern müssen die ObertsHäuser Fastnachter nun doch umplanen. Umstände und Rahmenbedingungen lassen es nicht zu, sicher und wirtschaftlich zu planen, erläutern die Verantwortlichen. Die Pandemieentwicklung und die sich teilweise kurzfristig ändernden geltenden Regeln machen eine Planung mit Saalveranstaltungen unkalkulierbar, heißt es aus dem närrischen Planungsstab.

Eine deutlich geringere Saalbelegung bei Maskenpflicht und Abstandsregeln sei weder wirtschaftlich noch das, was sich Gäste und Aktive für eine solche Veranstaltung wünschen, fasst Vorsitzender Andreas Murmann die Lage zusammen. Sicherheit für Mitwirkende und Gäste stünde im Vordergrund – auch wenn sich die Narren nach langer Durststrecke ein Saalpublikum und die Atmosphäre und Stimmung ihrer Veranstaltungen gewünscht hätten.

„Fastnacht kann man nicht absagen!“ erklärt Murmann und selbstverständlich gibt es auch 2022 ein närrisches Programm. Der mit der Stadt Obertshausen veranstaltete Rathaussturm wird auf Fastnachtssonntag verlegt. Am 27. Februar werden Comtesse Katja und Lederbaron Simon einmal mehr zum närrischen Angriff auf Bürgermeister Friedrich aufrufen und ihn bis Aschermittwoch in karnevalistische Quarantäne schicken.

Eine Inthronisation zur zweiten Amtszeit von Katja und Simon findet am 8. Januar im kleinen vereinsinternen Rahmen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Unter Einhaltung aller Regeln, in fastnachtlicher 2G+-Freiluftgastronomie werden Comtesse und Baron auf die neue Fastnacht eingeschworen. Umarmungen und Händeschütteln zur Gratulation an die Tollitäten sind diesmal ausdrücklich nicht gewünscht, bedauert das Tollitätencomitee. Am 21. Januar folgt dann die Kneipentour – in etwas abgewandelter Form. Der Fahrplan bleibt bestehen, allerdings wird nur ein kleiner Troß mit dem Tollitätenpaar unterwegs sein und die Narren in den Gaststätten mit einem Gruß erfreuen.

Die Aktiven der Babbscher arbeiteten teilweise bereits zwei Jahre an ihren Auftritten für die aktuelle Kampagne. Nicht vor Livepublikum bei Sitzung und Kappenabend stehen zu können sei sehr enttäuschend bedauert Andreas Murmann. Man wolle aber das umsetzen, was im letzten Jahr wegen der Kontaktsperren nicht möglich war. Ziel ist es, alle Aktiven in einer gigantischen Onlineprunksitzung auf die Bildschirme zu bringen und am Fastnachtssamstag mit einer live moderierten und interaktiven Fastnachtssitzung aufzuwarten. Für den Sommer planen die Narren eine große Gala, um Publikum und Aktive wieder zu vereinen. Der große Tanzworkshop am 25. Juni und das Kikerikitheater im Herbst sind weitere Höhepunkte im Kalender, bevor es dann karnevalistisch ab November wieder in die Vollen gehen soll.

Fastnacht lebe von Gemeinschaft betont Murmann. Er hofft darauf, dass die ObertsHäuser Narren das möglichst bald wieder voll und ganz erleben dürfen. Eines der Insignien des Lederbarons ist die Babbflasche. Diese stehe als Symbol für den Zusammenhalt der Gemeinschaft und das sei noch nie so wichtig gewesen, wie in diesen Zeiten.

(Text: PM “Die Elf Babbscher” e.V.)

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