Covid-Krisenstab Darmstadt: 2Gplus in der Gastronomie und in Sportstätten

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(Symbolfoto: Pixabay)

Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner heutigen Sitzung vom Freitag, 7. Januar, weiter mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens und den nun zur ergreifenden Maßnahmen beschäftigt.

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind am Freitag in Darmstadt 145 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen; am Donnerstag waren es 129, am Mittwoch 180. Die Inzidenz beträgt 424,7. Laut Gesundheitsamt handelt es sich nicht um ein lokales Phänomen, sondern folgt dem Trend in Hessen. Mit fast 70 Prozent Anteil an den Neuinfektionen gilt Omikron nun als die in Hessen vorherrschende Variante; bei der Verhängung von Quarantäne gibt es keine Unterscheidung nach Varianten mehr.

Da am heutigen Freitag die Inzidenz in Darmstadt am dritten Tag in Folge über 350 liegt, treten weitergreifende Regelungen der Corona-Schutzverordnung des Landes in Kraft, die am morgigen Samstag in einer Allgemeinverfügung der Wissenschaftsstadt Darmstadt veröffentlicht werden und ab Sonntag, 9. Januar, gelten. Diese sehen ein Verbot des Alkoholkonsums sowie die generelle Maskenpflicht vor – beides auf öffentlichen Straßen und Plätzen der Innenstadt.

Bereits ab morgigen Samstag, 8. Januar, gilt in Restaurants die Bestimmung „2Gplus“ – Gäste müssen vollständig geimpft oder genesen sein und zusätzlich eine Booster-Impfung oder einen tagesaktuellen negativen Covid-19-Test vorweisen. Dasselbe ist in Sportstätten und Schwimmbädern zu beachten. Im allgemeinen Einzelhandel wird vorläufig weiter nach der 2G-Regel verfahren. Bei besonders kritischen und sensiblen Einrichtungen – Krankenhäusern und Pflegeheimen – kann der tagesaktuelle negative Testnachweis nicht durch einen Booster-Nachweis ersetzt werden; 2Gplus bedeutet in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen also: Zutritt ausschließlich mit tagesaktuellem negativen Test.

„Wie wir sehen, verbreitet sich Omikron äußerst schnell – auch in Darmstadt. Über die genannten Maßnahmen hinaus sind daher alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, sich bedacht zu verhalten und umfassend zu schützen: durch effektive Mund-Nasen-Bedeckungen wie die FFP2-Maske zum Beispiel, durch Abstandhalten und dadurch, Kontakte soweit möglich zu vermeiden“, betont Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Dies kommt allen zugute und schützt die Menschen, die in Einrichtungen der öffentlichen Vorsorge und Fürsorge arbeiten, an erster Stelle die hoch geforderten Mitarbeitenden in den Kliniken.“

In den Darmstädter Kliniken rechnet man damit, dass auch die Zahl der Positiv-Getesteten steigt, die ursprünglich wegen anderer Erkrankungen aufgenommen wurden. Auf Normal- und Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt 16 (13), im Elisabethenstift 10 (1), im Alice-Hospital 5 (0) und in den Kinderkliniken 4 Patientinnen und Patienten mit Covid-19.

Die Darmstädter Impfambulanz hat seit Eröffnung der Station in der Bessunger Straße am 15. Oktober 2021 sowie der Eröffnung der Station im darmstadtium am 29. November 2021 insgesamt 19.441 Immunisierungen vorgenommen, dabei entfielen 23 Prozent auf Erstimpfungen. In Hessen gelten zurzeit 70,2 Prozent der Bevölkerung als vollständig geimpft (80,9 Prozent der Menschen über 18 Jahren, 85,7 Prozent der Über-Sechzigjährigen).

Die Impfambulanz wird ihr Angebot nochmals erweitern: Ab Montag, 10. Januar, ist die Station im darmstadtium an sieben Wochentagen jeweils von 8.45 bis 19.15 Uhr geöffnet; in Reinheim und Pfungstadt wird nun an sechs Wochentagen jeweils zehn Stunden geimpft. Am Samstag, 8. Januar 2022, gibt es in Darmstadt und in Reinheim jeweils eine Kinderimpfung.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)