LED-Verkehrszeichen machen rund um den Großen Feldberg auf den Verkehr aufmerksam

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(Foto: Hochtaunuskreis)

Ab sofort werden elf sogenannte LED-Wechselverkehrszeichen im Feldberggebiet situationsangepasste Informationen für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer bei Bedarf anzeigen. Der Betrieb der modernen Tafeln ist Teil des BMVI-Förderprojektes „Zuständigkeits-übergreifendes Verkehrsmanagement Region Frankfurt Rhein-Main“, an dem der Hochtaunuskreis sich beteiligt.

Der zum Taunus gehörende Große Feldberg ist an den Winterwochenenden und in der Ferienzeit ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge. Die Folge sind überlastete Straßen, „Wildparker“ und vielerorts verstopfte (Rettungs-)Wege. Ausgewählte Straßenabschnitte müssen temporär nach dem Schneefall oder sogar präventiv gesperrt werden, da auf eine andere Art die öffentliche Sicherheit und Ordnung des Verkehrs nicht mehr gewährleistet werden kann. Verkehrsteilnehmer*innen müssen dann rechtzeitig über die Sperrungen, gegebenenfalls auch über alternative Routen oder Parkplätze informiert werden.

„Feldberggebiet gesperrt. Frei bis Oberreifenberg“. Diese Information kann beispielsweise Autofahrern, die an einem schneereichen Wochenende über Schmitten-Brombach den Großen Feldberg anfahren wollen, in Zukunft signalisieren, dass sich die Weiterfahrt nicht lohnt. Sofern sich diese Autofahrer aus Richtung Wetterau auf den Weg gemacht haben, bekommen sie bereits hinter Friedrichsdorf-Köppern in Höhe der Lochmühle die entsprechende Information „Zufahrten Feldberggebiet gesperrt“. Die elf Tafeln wurden weiträumig um den Großen Feldberg verteilt, um die wichtigsten Verbindungen und Quellorte abzudecken. So können Besucher bei Schneebruch oder Überlastung des Gebietes rechtzeitig umkehren oder andere Ziele ansteuern. Die Auswahl der Standorte erfolgte in enger Abstimmung zwischen der projektverantwortlichen ivm GmbH (Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement RheinMain), Hessen Mobil und der Straßenverkehrsbehörde des Hochtaunuskreises.

„Die neuen LED-Verkehrszeichen machen alle Verkehrsteilnehmer auf ihrem Weg zum Feldberggebiet entlang der wichtigsten Zufahrtstraßen auf den Verkehr aufmerksam“, sagte Erster Kreisbeigeordnete Thorsten Schorr. Anlass für die Installation dieser mobilen Verkehrszeichen seien die immer wieder vorkommende massive Verkehrsaufkommen rund um den Feldberg. Künftig sollen die Verkehrszeichen im Bedarfsfall die Verkehrsteilnehmer weit im Voraus auf Schnee- und Eisglätte oder überfüllte Straßen und Parkplätze hinweisen. So können sich die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig auf die Situation im Feldberggebiet einstellen und den Zeitplan ihrer Fahrt anpassen oder alternative Ziele ansteuern. Schließlich reise niemand an, um sich die verschneite Taunuslandschaft aus dem Auto im Stau anzuschauen.

Die Umsetzung dieser Maßnahme erfolgt über das BMVI-Förderprojekt „Zuständigkeitsübergreifendes Verkehrsmanagement Region Frankfurt RheinMain“ unter Federführung der ivm GmbH. Das Projekt hat zum Ziel, Maßnahmen und Strategien zur Verkehrslenkung und -steuerung über kommunale Zuständigkeitsgrenzen hinaus abzustimmen und umzusetzen. In diesem Rahmen konnte eine Förderung in Höhe von 70 Prozent für die Bereitstellung der Infrastruktur in Anspruch genommen werden. Der Hochtaunuskreis hat sich bereit erklärt, die übrigen 30 Prozent sowie die Betriebskosten in Höhe von insgesamt etwa 50.000 Euro, zu tragen.

Über eine externe Schaltzentrale werden die Anzeigen je nach Witterungs- und Verkehrssituation eingestellt. Die mobilen Tafeln in zwei unterschiedlichen Größen werden über Photovoltaikanlagen und Speicherbatterien versorgt. Der Betrieb ist zunächst bis Ende dieser Wintersaison vorgesehen. Für die Zukunft ist die Einführung fest installierter Tafeln vorgesehen, die auch für andere Situationen genutzt werden können.

Neben den LED-Wechselverkehrszeichen hat der Landkreis in Zusammenarbeit mit den betroffenen Kommunen, weitere Maß-nahmen umgesetzt. So konnten bereits im letzten Jahr die sogenannten dWiSta-Tafeln (Dynamische Wegweiser mit integrierten Stauinformationen) auf den umliegenden Autobahnen A5 und A661 genutzt werden, um Informationen zu Sperrungen und Überlastungen im Feldberggebiet darzustellen und so Autos aus dem Bereich fernzuhalten. Auf die gleiche Weise konnten auch die Anzeigetafeln der Stadt Bad Homburg genutzt werden.

Als klimafreundliche Alternative zum eigenen Pkw fährt außerdem die Buslinie 57 bis zum Feldbergplateau. Wochentags verkehren die Busse alle zwei Stunden von Königstein über den Großen Feldberg zur Haltestelle Oberursel-Hohemark. Am Wochenende fahren sie auf dieser Strecke stündlich und jede zweite Fahrt weiter nach Bad Homburg. Hierbei bestehen Anschlüsse zur U-Bahnlinie U 3 an der Hohemark, zur S 5 in Bad Homburg sowie zur RB 12 in Königstein.

Da die Fahrgastnachfrage je nach Witterung sehr stark variiert, werden an den Wochenenden bei entsprechender winterlicher Witterung zusätzliche Fahrten zwischen Oberursel Hohemark und dem Großen Feldberg angeboten. Dieses Angebot ist auch unter dem Namen „Winterbusse“ bekannt. Die zusätzlichen Fahrten verkehren abhängig von der Wetterlage und werden für das jeweilige Wochenende bis freitags in die RMV-Fahrplanauskunft eingearbeitet.

Erlebnisse im Taunus

Auf der Website des Taunus Touristik Service (www.taunus.info) werden die aktuell gültigen Sperrungen zeitnah kommuniziert. Dort findet man auch viele Tipps für einen Besuch im Taunus, denn auch abseits der Feldbergregion bietet die Region viele Erlebnisse. Auf der Website gibt es alle Informationen zu Wanderwegen, Ausflugszielen, Einkehrmöglichkeiten und vielem mehr. Hier können sich Besucher informieren und inspirieren lassen. Zusätzlich bietet der Naturpark Taunus in seinem Online-Wanderführer unter www.naturpark-taunus.de/wanderfuehrer eine Übersicht über die Wanderwege und den Status der Loipen im Naturparkgebiet. Weitere Ausflugstipps für den zweiten Naturpark im Taunus, den Naturpark Rhein-Taunus, gibt es unter www.naturpark-rhein-taunus.de.

(Text: PM Hochtaunuskreis)