Offenbacher Magistrat stimmt Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan „Innovationscampus” zu

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Das ehemalige Allessa Chemie-Gelände, vormals Teerfarbenwerke. (Foto: Stadt Offenbach / Katja Lenz)

Der Magistrat hat dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplans Nr. 653 „Innovationscampus“ in jüngster Sitzung zugestimmt. Damit ist der Weg zur Entscheidung im Offenbacher Stadtparlament am 27. Januar offen. Dann entscheiden die Offenbacher Stadtverordneten ebenfalls über den Beschluss zum Aufstellen des Bebauungsplans für den künftigen Innovations- und Technologiestandort.

„Mit dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans Nr. 653 „Innovationscampus“ wird der Startschuss für die bauleitplanerische Entwicklung des ehemaligen Farbwerkgeländes hin zu einem innovativen Industrie- und Gewerbestandort gesetzt“, berichtet Bau- und Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß.

Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke ergänzt: „Auch, wenn es noch einige Zeit dauern wird, bis das Innovationscampusgelände wieder vollständig bebaut ist und genutzt wird, ist es doch der Start für die notwendige, rechtlich sichere Grundlage aller kommenden Baumaßnahmen. Damit ist es ein für die Öffentlichkeit möglicherweise weniger spannender, für die Sache aber ein sehr bedeutender Schritt.“

Das Ziel des Bauleitplanverfahrens ist die Schaffung städtebaulicher Rahmenbedingungen für eine zukunftsorientierte Arbeitswelt, die die Aspekte nachhaltiger Energieformen, Technik und Mobilität vereint. Hierfür wird in Zusammenarbeit zwischen der INNO GmbH (einer Tochtergesellschaft der stadteigenen Offenbacher Planungsgesellschaft – OPG), der Stadt sowie den entsprechenden Planungsbüros zunächst ein städtebaulicher Rahmenplan erstellt. Dieser wird innerhalb des Bauleitplanverfahrens, in dem dann auch Bürger- und Behördenbeteiligungen vorgesehen sind, in den rechtsverbindlichen Bebauungsplan überführt.

Der städtebauliche Rahmenplan baut auf den planerischen Zielsetzungen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) auf und wird diesen weiterentwickeln. Parallel dazu wird ein städtebaulicher Vertrag über die Entwicklung des neuen Areals zwischen der INNO GmbH und der Stadt geschlossen. Um das Projekt zeitnah durchzuführen und die Ansiedelung weiterer Firmen zu ermöglichen, werden aller Voraussicht nach zahlreiche Abstimmungen zwischen der Stadt Offenbach und der INNO GmbH zu den anstehenden Themen geführt.

Im Zuge des Bauleitplanverfahrens werden ebenso alle relevanten Gutachten im Zusammenhang mit der Entwicklung des Innovationscampus erstellt. Diese umfassen unter anderem die Themen Verkehr und Mobilität, Bodensanierung, Klima, Umwelt und Artenschutz sowie Energie.

„Eine der ersten Firmen, die sich im von der INNO GmbH zu entwickelnden Innovationscampus neu ansiedeln werden, steht bereits fest. Die SAMSON AG, die derzeit noch in Frankfurt-Fechenheim ihren Hauptsitz hat, wird diesen nach Offenbach verlagern“, freut sich Bau- und Planungsdezernent Weiß.

Alle Informationen zum Innovationscampus auf Entwicklung des Innovationscampus Offenbach

(Text: PM Stadt Offenbach)