Region Darmstadt-Dieburg bewirbt sich für das LEADER-Programm zur Förderung ländlicher Räume

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(Symbolfoto:Peter H auf Pixabay)

Die Region Darmstadt-Dieburg möchte auch zukünftig EU-Fördermittel für die Entwicklung ländlicher Räume erhalten. Nach zwei erfolgreichen Förderperioden beginnt im Jahr 2022 die Bewerbungsphase für den neuen Förderzeitraum 2023 bis 2027. Voraussetzung für die Aufnahme in das Förderprogramm ist die Erarbeitung einer Lokalen Entwicklungsstrategie (LES), in der die Ziele und Ausrichtung der Region dargestellt werden.

Mit der Zielsetzung den ländlichen Raum zu stärken sowie gute Wohn-, Arbeits- und Lebensbedingungen für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, startet die Region Darmstadt-Dieburg in die Bewerbung um die erneute Aufnahme in das EU-Programm LEADER. Für den Landrat Klaus Peter Schellhaas war und ist das Förderprogramm ein willkommenes Werkzeug zur Stärkung der Region als Lebensmittelpunkt und Wirtschaftsstandort: „Bei einem Einsatz von rund drei Millionen Euro Fördermittel konnten von 2014 bis 2021 Investitionen im Umfang von acht bis zehn Millionen Euro unterstützt werden. Im kommenden Förderzeitraum sind zwischen vier und fünf Millionen Euro Fördermittel eingeplant“.

Ziele und Strategien neu formulieren

Damit die Fördermittel auch zukünftig fließen, müssen die Ziele und Strategien für die kommenden Jahre in einem Konzept neu formuliert werden. Den Auftrag für die Erarbeitung der Lokalen Entwicklungsstrategie hat das Fachbüro ProjektStadt | Integrierte Stadtentwicklung aus Frankfurt am Main erhalten. Marion Schmitz-Stadtfeld, Leiterin Integrierte Stadtentwicklung hebt die Bedeutung der EU-Förderung für die Region Darmstadt-Dieburg hervor: „Das Programm bietet mit seinen finanziellen Zuschüssen nicht nur Kommunen, sondern gezielt auch Gewerbetreibenden und privaten Initiativen eine gute Gelegenheit, eigene Projekte zu verwirklichen und damit neue Impulse in der Region zu setzen.“

In der Lokalen Aktionsgruppe (LAG), die für die Steuerung des Förderprogramms und die Beratung der Projektanträge verantwortlich ist, sieht man einer neuen Förderperiode gespannt entgegen. Der stell-vertretende Vorsitzende der LAG, Hans-Georg Schöpp, erkennt für die Umsetzung weiterer Projekte noch großes Potenzial: „Inhaltlich geht es in der neuen Förderperiode um die Verbesserung der Daseinsvorsorge, die wirtschaftliche Entwicklung, die Naherholung und den Tourismus sowie um nach-haltiges Konsumverhalten. Diese unterschiedlichen Handlungsfelder bieten reichlich Raum für vielseitige Projektideen.“

Dazu werden die Stadt- und Regionalentwickler im ersten Halbjahr 2022 in einem breit angelegten Beteiligungsprozess mit Bürgerinnen und Bürgern sowie regionalen Schlüsselpersonen und Initiativen an der inhaltlichen und strategischen Ausrichtung des Konzepts arbeiten. Für Projektleiter Frederik Daub von der ProjektStadt ist die Mitwirkung der lokalen Expertinnen und Experten für ein gelungenes Konzept essenziell: „Die Menschen, die im Landkreis Darmstadt-Dieburg leben und arbeiten wissen am besten, wo der Schuh drückt oder welche Angebote ihre Nachbarschaft noch bereichern könnten. Dieses Wissen möchten wir in die Lokalen Entwicklungsstrategie übertragen und erste Leuchtturmprojekte mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeiten.“

Beteiligungsprozess startet

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können bei der Erarbeitung der Lokalen Entwicklungsstrategie mitwirken und ihre Ideen einbringen. Der öffentliche Auftakt wird am 27. Januar um 19 Uhr stattfinden – aufgrund der Pandemie als virtuelle Veranstaltung. Der Zugang zur Online-Plattform ist unter http://www.region-darmstadt-dieburg.de möglich.
Ergänzend zur Auftaktveranstaltung sind weitere Präsenztermine im Landkreis in der Planung. Weiter-führende Informationen zu den Beteiligungsveranstaltungen sind unter http://www.region-darmstadt-dieburg.de zu finden.

Weiterführende Informationen

LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Wichtige Grundlage ist das Engagement der Regionen, ihrer politischen Entscheidungsträger und ihrer gesellschaftlichen Gruppierungen. LEADER verfolgt einen „Bottom-up-Ansatz“. Dies bedeutet, dass die Menschen vor Ort – ob Landwirte, Unternehmen, lokale Organisationen, Behörden oder Einzelpersonen – zusammenkommen und eine Entwicklungsstrategie erarbeiten und umsetzen. Weitere Informa-tionen zum Programm http://www.region-darmstadt-dieburg.de/und der LAG Darmstadt-Dieburg sind unter http://www.region-darmstadt-dieburg.de/ abrufbar.

(Text: PM Landkreis Darmstadt-Dieburg)