Rödermärker Sternsinger auch ohne Hausbesuche in den Gemeinden präsent

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Auch an den beiden kommenden Wochenenden sind die Urberacher Sternsinger an mehreren Orten, wie hier vor dem Bahnhof, im Einsatz. (Foto: PS)

Das zweite Jahr hintereinander waren die Heiligen Drei Könige mit Maske im Dienst. Hausbesuche gab es pandemiebedingt nicht, die Sternsinger zeigten dennoch Präsenz. In den Gottesdiensten und vor allem an unterschiedlichen Anlaufstellen in Ober-Roden und Urberach. „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ lautet das Motto der 64. Aktion Dreikönigssingen.

In der St. Nazarius-Gemeinde in Ober-Roden hatten die Menschen die Möglichkeit, sich an mehreren Stellen Briefe der Könige mit gesegneten Aufklebern für zuhause mitzunehmen. Eine Spendenbox stand ebenfalls bereit, um für Kinder in Not in aller Welt zu spenden. Mitglieder des Sternsinger-Organisationsteams um Jana Hitzel, Birgitta Pfuhl, Sabine Kiehl, Cordula Goßmann und Wilma Gotta standen am Samstag vor der Kirche, an der Breidertschule, am Bürgertreff in Waldacker und an der Kapelle in Messenhausen. Zudem war eine kleine Abordnung der Sternsinger beim Gottesdienst am Sonntag in der Kirche präsent. Auch in den Kindergärten und Altenheimen brachten die Sternsinger Segensaufkleber vorbei.

Trotz schwieriger Bedingungen zufrieden mit Resonanz

Jana Hitzel hatte die Leitung der Organisation im vergangenen Jahr von Wilma Gotta übernommen. Trotz der erneut schwierigen Rahmenbedingungen war sie zufrieden mit der Resonanz. Bei den Rückmeldungen sei oft gelobt worden, dass trotz Corona die Sternsinger-Aktion wenn auch in veränderter Form – dennoch stattfand. Bei den Kindern ist bereits jetzt die Vorfreude groß auf die Zeit, wenn sie wieder von Haus zu Haus ziehen dürfen. Auch in den kommenden Tagen liegen in der Kirche noch Spendentüten aus.
In der Urberacher Gallus-Gemeinde geht die Sternsinger-Aktion auch noch an den beiden kommenden Wochenenden weiter. Am 15. und 16. Januar sowie am 22. und 23. Januar werden die Sternsinger jeweils von 14 bis 16 Uhr an folgenden Standorten anzutreffen sein: Friedhof, Gallusplatz, Petruskirche, Bahnhof, Traminer Straße Ecke Pestalozzistraße, Ecke Kino Neue Lichtspiele. Die Menschen können sich wieder einen Segen für daheim und einen Infoflyer mitnehmen und sind gleichzeitig durch Ihre Spende ein Segen für die notleidenden Kinder in der Welt. Ein ähnliches Angebot hatte die Gemeinde bereits im vergangenen Jahr gemacht. Insgesamt sind 25 Kinder und zehn Betreuerinnen und Betreuer mit dabei. Wobei erneut ein strenges Hygienekonzept gilt, lediglich zwei Haushalte sind an den Stationen gemeinsam im Einsatz.

Eine kleine Abordnung der Sternsinger nahm am Sonntag in der St. Nazarius-Kirche am Gottesdienst teil. (Foto: PS)

Vor einigen Monaten hatte man noch die Hoffnung, dass die Sternsinger-Aktion wieder weitgehend im gewohnten Rahmen – also auch mit Hausbesuchen – stattfinden kann. „Im September haben wir noch gedacht, das es vielleicht klappen könnte“, so Diakon Eberhard Utz, bei dem bei der Sternsinger-Aktion in Urberach die organisatorischen Fäden zusammenlaufen. Daraus wurde zwar nichts, aber auch das Alternativprogramm wurde ganz gut angenommen. Die Rückmeldungen seien jedenfalls sehr positiv gewesen, freute sich Eberhard Utz. Auf dem Bodajker Platz vor dem Bahnhof waren beispielsweise Sandra Zelinger (12) und Mateo Gruchot (10) mit ihren Müttern im Einsatz. Sandra ist bereits seit vier Jahren Sternsingerin, sie kennt also noch die Vor-Corona-Zeiten, als man den Menschen den Segen an der Haustür überbrachte. Für Mateo, im vergangenen Jahr Kommunionkind, war es dagegen der erste Einsatz.

Auf Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika aufmerksam machen

Mit dem Motto „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ wollen die Sternsinger auf die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika aufmerksam machen. In vielen Ländern des Globalen Südens ist die Kindergesundheit aufgrund schwacher Gesundheitssysteme und fehlender sozialer Sicherung stark gefährdet. In Afrika sterben täglich Babys und Kleinkinder an Mangelernährung, Lungenentzündung, Malaria und anderen Krankheiten, die man vermeiden oder behandeln könnte. Die Folgen des Klimawandels und der Corona-Pandemie stellen zusätzlich eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen dar.

Laut Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen hat jedes Kind ein Recht auf Gesundheit. Die Sternsinger-Partner setzen sich mit vielfältigen Programmen weltweit für die Verwirklichung dieses Rechts ein. Bei der Aktion Dreikönigssingen 2022 wird das Engagement der Sternsinger beispielhaft an Projekten in den Ländern Ägypten, Ghana und dem Südsudan veranschaulicht, in denen die Gesundheitssituation von Kindern dank des Einsatzes der Mädchen und Jungen in Deutschland verbessert werden kann.

Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 1,19 Milliarden Euro wurden seither gesammelt, mehr als 75.600 Projekte für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung und soziale Integration.

(Text: PS)

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