2.000 Euro für Erhalt des ältesten Eppertshäuser Gebäudes

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Entega-Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Wolff bei der Spendenübergabe im Beisein von Pfarrer Bernhard Schüpke (l.), Pfarrer im (Un-)Ruhestand Harald Christian Röper (2. v. l.), Landrat Klaus Peter Schellhaas (2. v. r.) und Bürgermeister Carsten Helfmann. (Foto: jedö)

Entega spendet für die Valentinus-Kapelle, in der wegen Corona zuletzt Gottesdienste und Taufen entfielen

Gleich zweimal stand zu Beginn dieser Woche die Eppertshäuser Valentinuskapelle im Fokus: Am Montag – Valentinstag – öffnete die Katholische Pfarrgemeinde St. Sebastian das 582 Jahre alte Kleinod in der Friedhofsstraße zur stillen Andacht. Am Dienstag erhielt die Pfarrgemeinde im Kreishaus Dieburg von der Entega eine Spende in Höhe von 2 000 Euro, die in den Erhalt des ältesten Gebäudes im Ort fließen soll.

Für den Energie- und Telekommunikationsversorger war Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Wolff nach Dieburg gekommen. Regelmäßig zu Jahresanfang spendet das Unternehmen für gemeinnützige Einrichtungen in Südhessen. Dabei stellt die Entega das Geld zunächst den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Offenbach, Bergstraße und Odenwald sowie der kreisfreien Stadt Darmstadt zur Verfügung, die es dann an die Nutznießer weiterleiten. Im Fall der Valentinuskapelle hatte Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) die Spende für diesen Zweck angeregt.

Valentinus-Kapelle repräsentiert auch ein Stück Eppertshäuser Geschichte

Im Beisein von Pfarrer Bernhard Schüpke, dem formal in den Ruhestand versetzten, in Eppertshausens Kirchenleben aber weiter aktiven Harald Christian Röper und Bürgermeister Carsten Helfmann (CDU) freuten sich Wolff und Schellhaas dann auch über einen kleinen Beitrag zur weiteren Sanierung der 1440 erbauten Valentinuskapelle. „Sie repräsentiert auch ein Stück Eppertshäuser Geschichte“, sagte Schellhaas. Wolff stellte den ideellen Wert der Kapelle, die bis Ende des 18. Jahrhunderts Wallfahrtsort gewesen war, heraus: „Wo gibt es heute sonst noch Besinnung und Einkehr in unserer hektischen Zeit?“, fragte sie rhetorisch.

Wie Schüpke erläuterte, der als Pfarrer inzwischen nicht nur für Münster, sondern auch Eppertshausen zuständig ist, habe man in der Valentinuskapelle als nächstes Projekt die Ertüchtigung des Sandsteins im Eingangsbereich im Visier. Dafür solle voraussichtlich das Entega-Geld verwendet werden. Die Substanz müsse aber noch näher untersucht und auch der Denkmalschutz-Aspekt beachtet werden.

Nutzung der Kapelle durch Corona seltener geworden

Durch Corona ist die Nutzung der kleinen Kapelle in den vergangenen zwei Jahren seltener geworden. „Normalerweise finden dort im Sommer die Werktags-Gottesdienste statt“, erinnerte der Pfarrer. Zudem sei die Kapelle für Taufen genutzt worden. Im Winter pausierte das Geschehen dort aber auch vor Corona, da das Objekt über keine Heizung verfügt.

Und wie läuft es mit den Gottesdiensten in Eppertshausen derzeit generell – Stichworte Corona-Vorgaben von Gesetzgeber und Bistum Mainz sowie Röper-(Un-)Ruhestand? Schüpke: „Herr Röper und ich übernehmen die Sonntags-Gottesdienste. Er macht auch den Gottesdienst am Samstag um 18 Uhr und die Werktags-Messe mittwochs um 9 Uhr.“ Die Taufen in Eppertshausen deckt Schüpke jetzt komplett selbst ab. Bei der Durchführung von Beerdigungen nehmen die Eppertshäuser auch Röpers Dienste weiter gern in Anspruch. Bei den Gottesdienst-Regeln gelten – wie auch in St. Michael in Münster – unverändert die Anmeldepflicht, das Abstandsgebot, die 3G-Vorgabe sowie durchgehend Maskenpflicht. Vom Singverbot und der Kontaktdaten-Erfassung sind die Gemeinden inzwischen befreit, obgleich letztere bei den Anmeldungen praktisch miterledigt wird. „Bisher sind wir mit den Gottesdiensten gut durchgekommen“, so Schüpke. „Nur nach einer Kommunion hatten wir mal einen Positivfall.“

(Text: PM jedö)

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