Der Chorgesang prägt unser kulturelles Profil

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Foto: S. Hermann
Chor beim Jubiläumskonzert, Foto: S. Hermann

Gesangverein „Eintracht 1870“ e.V. DA-Arheilgen feierte Jubiläum 150+2 Jahre

Foto: S. Hermann

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Chor beim Jubiläumskonzert, Foto: S. Hermann

FLOTT UND FRISCH päsentierte sich der Gesangverein beim Jubiläumskonzert am vergangenen Sonntag im großen Kirchenraum der Kreuzkirchengemeinde. Der Kirchensaal war bis auf den letzten Platz besetzt. Der Hunger nach Musik-Kultur war wohl sehr groß nach langer Pandemiezeit. Ein besonderer Dank gilt dem treuen Publikum sowie  Pfarrerin Frau Themel, die es ermöglichte, in Ihrer Kirche dieses großartige Konzert zu veranstalten. Die chorische Leitung hatte Musikdirektor FDC Harald Sinner.

Die Vorsitzende des Eintracht Chores Ursula Hübner begrüßte die Anwesenden. Sie machte auf die besonderen Schwierigkeiten und im Besonderen für den Chorgesang in diesen schwierigen Zeiten aufmerksam. Deshalb stand das Jubiläum auch unter dem Motto 150+2 Jahre. Es war schon eine Herausforderung alle Sänger weiterhin zu motivieren. Glücklicherweise ist der Übungsraum groß genug und im Sommer war das Singen im Freien möglich.

Karin Papalau überbrachte als Vorsitzende des Sängerkreises Darmstadt-Stadt die besten Grüße verbunden mit einem Geldbetrag für die weitere Arbeit im Chor. Für die Stadt Darmstadt überbrachte Stadtrat Wolfgang Gehrke die besten Grüße des Oberbürgermeisters mit  der Hoffnung, dass der Chorgesang weiterhin noch viele Jahre erfolgreich in Arheilgen möglich ist.

Die Chronik des Vereins berichtet, dass zu Beginn des Jahres 1870 27 verheiratet Arheilger Bürger an Ostern 1870 den Männergesangverein „Eintracht”  aus der Taufe hoben. Über eine 1977 gegründete Frauengruppe kam es dann zu einem gemischten Chor der unter verschiedenen Chorleitern bis zum heutigen Tag unter der musikalischen Führung von MD Harald Sinner sodass sich der gemischte Chor erfolgreich präsentieren kann.

Zum Programm:

Das abwechslungsreiche Festprogramm startete mit einer starken Komposition von Hans Weiß-Steinberg: Höre mein Rufen, Spiritual, gefolgt von David und seine Harfe, Spiritual Song (Otto Fischer). Als besonderer Programmpunkt folgten Megan Marie Hart (Sopran) und Juri Laventriev (Tenor), begleitet von Giacomo Marignani am Flügel, Staatstheater Darmstadt. Über witzig-spaßige Volkslied-Kompositionen: Auf einem Baum ein Kuckuck (Bearbeitung Arnold Kempkens) und Horch, was kommt von draußen rein? (Satz: Horst-Heinrich Braun) folgten The Ground (Ola Gjeilo) und eine frühe Amerikanischen Hymne Amazing Graze, arrangiert (John Rutter), Worte John Newton (1725-1807).

Bei bestem Wetter konnten sich Zuhörer und Aktive auf der Kirchenwiese mit einem Getränk erfrischen. Im folgenden Programm ging es weiter mit Loch Lomond (Scottish Folk Song) arrangiert von V. Vaughan Williams und Das Tal in den Bergen/Bènia calastoria – Ital. Berglied  (Bepi de Marzi). Die Solisten des Staatstheaters wurden mit großem Beifall belohnt. Das Lied Bajazzo (Satz Johann Walter Scharf) sorgte für einen emotionalen Moment. Zum Schluss dieses Festkonzerts sangen alle, Gäste und Chor, die Irischen Segenswünsche (Irische Volksweise). Mit anhaltendem Applaus forderte das Publikum eine Zugabe. Der Chor kann mit dem Lied: Die Mondnacht (Text J. Fr. v. Eichendorff), Satz August Pannen einen besinnlichen Schlusspunkt setzen.

Durch das Programm führte informationsreich Jörg Loring.