Trainieren mit Müll und Unkraut: der Modauzirkel

147

Der Modauzirkel in Eberstadt ist ein besonders erfolgreiches Beispiel, wenn unterschiedliche Professionen zusammen arbeiten. Allerdings der derzeitige Zustand zeigt einmal mehr, dass Verantwortliche wohl gern nicht verantwortlich sind. Wer seinen Lebensunterhalt vom Steuerzahler finanziert bekommt, sollte eigentlich für die Bürger:innen und die Erhaltung von Sportanlagen im öffentlichen Raum da sein. Davon ist aber seit mehreren Wochen nichts zu spüren. Im vermeintlichen Kompetenzgerangel zwischen DSG und EAD ist hier wohl eines komplett vergessen worden: Die Pflege des Geländes, wo der Modauzirkel steht. Überfüllte Mülleimer, Unkraut, nicht gemähte Flächen an den Geräten – ein wahres Potpourrie an: Ist mir egal!. Das natürlich der EAD sagt, dass die Hausmeister der Hirtengrundhalle in der Regel die Mülleimer leeren, ist bestimmt richtig. Nur diese sind wegen der Renovierung der Halle längst an andere Sportstätten abgeordnet. Warum von der Leitung der Darmstädter Sport GmbH oder des Sportamtes keine Impulse in diese Richtung kommen, ist mehr als verwunderlich. Der Auftrag für die Erhaltung von Sportstätten muß der Bürger wohl nicht formulieren. Auch welche Rolle der Bezirksverwalter hier spielt, ist nicht geklärt. Eigentlich sind solch wochenlange Zustände auffällig. Der von Anwohnern und Trainierenden geäußerte Verdacht, dass die Stadt ihren Mitarbeitern das Sporttreiben am Modauzirkel empfiehlt mit folgender Afterworkparty, unter dem Blickwinkel der EAD wird es danach wohl “sauberhaft” richten, konnte nicht erhärtet werden. Perspektivisch ist wohl Bürgerwohl an diesem Platz nicht mehr gewollt!

Hannes Marb (Leiter der Sportredaktion bei Radio Darmstadt)