Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach antwortet Pflegekräften an den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

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Post aus den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg übergab der Bundestagsabgeordnete Dr. Jens Zimmermann an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach Ende vergangenen Jahres in Berlin. Jetzt hat der Minister den Pflegekräften geantwortet. (Foto: privat)

Zweihundert Pflegekräfte der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg hatten sich Mitte November vergangenen Jahres über den direkt gewählten Bundestagsabgeordneten Dr. Jens Zimmermann an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gewandt (wir haben berichtet). Fachpfleger Roland Kraus hatte das Schreiben an den Minister initiiert und Zimmermann übergab den Brief an den Minister in Berlin. „Es ist für uns kein politisches Konzept ersichtlich, wie die künftige Verknappung der Pflegekräfte verhindert werden soll, es wäre uns wichtig, Ihre Gedanken dazu zu wissen“, hieß es unter anderem im Schreiben an Lauterbach.

Jetzt liegt Kraus eine vom Bundesgesundheitsminister unterzeichnete Antwort vor. „Darüber haben wir uns sehr gefreut und sind unserem Groß-Umstädter Bundestagsabgeordneten und dem Bundesgesundheitsminister dankbar“, kommentiert Roland Kraus, seit vielen Jahren am Klinikstandort Groß-Umstadt als pflegerischer Leiter der Intensivstation in der Verantwortung.

Dank im Namen der Bundesregierung

Auf vier Seiten äußert sich Lauterbach in seiner an Kraus adressierten Antwort über die aktuellen Pläne seines Hauses mit dem Krankenhauspflegeentlastungsgesetz und den damit verbundenen Einschätzungen der Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung. Der Bundesgesundheitsminister hat seinen Ausführungen zudem einen Dank im Namen der Bundesregierung an Kraus und seine Kolleginnen und Kollegen „für den unermüdlichen Einsatz in diesen besonders schweren Zeiten“ vorangestellt.

„Der Inhalt des Schreibens von Herrn Bundesminister Lauterbach macht in manchen Punkten Hoffnung, auch wenn Effekte zeitnah nicht zu erwarten sind. “, bilanziert Kraus das Schreiben.

Sorge bereitet Kraus, dass die, für die Pflege dringlich nötigen, spürbaren Veränderungen, für erst in ein paar Jahren angekündigt werden. Es sei zu befürchten, dass eine nicht geringe Zahl von Pflegekräften bis dahin aus dem Beruf aussteigt und die schon bestehende Personalnot sich weiter verstärkt. Hier seien Maßnahmen von Seiten der Politik gefordert, um Pflegekräfte motivieren, in ihrem Beruf zu bleiben.
Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege wird Roland Kraus die weiteren Entwicklungen zur Zukunft der Krankenhäuser und der Pflege beobachten, kündigt er an.

„Und es ist gut zu wissen, dass wir über einen Ansprechpartner hier vor Ort tatsächlich bis nach ganz oben vordringen können“, schließt Kraus weitere Initiativen nicht aus. Fachpfleger Kraus wünscht sich den weiteren Dialog, „damit Verantwortliche verstehen, wie dringend Pflegekräfte zeitnah motiviert werden müssen, um im Pflegeberuf zu bleiben.“

(Text: PM Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg)