Deutsche Olympische Gesellschaft beim Spiel- und Sportfest in Darmstadt 2021

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Darmstädter  dezentrales Spiel- und Sportfest 2021 

Über dreißig Jahre lang bildete das Darmstädter Spiel- und Sportfest im Herrngarten  einen Höhepunkt für ca. 10 000 Teilnehmer jeden Alters. Corona ließ die Veranstalter in Sportamt der Stadt umdenken, so dass  neuerdings an neun Standorten in der Stadt überschaubare, neue Tummelplätze des Freizeitsports entstanden sind. Die DOG Darmstadt lockte in Kooperation mit dem führenden Leichtathletikclub ASC Darmstadt die Spielfreudigen in das Stadion im Bürgerpark Nord. Regnerisches Wetter führte nur Aktive, keine Zuschauer ins Stadion, darunter viele Eltern mit ihren Kindern. Die wollten sich größtenteils im Sommer- Biathlon erproben, der aus einem Hindernislauf mit anschließendem Lasergewehrschießen besteht. Am Start wurden  Zweiermannschaften (2 Kinder oder Eltern- 1Kind) ins Rennen geschickt. DOG-Geschäftsführer Till Lufft, der diesen Wettbewerb entwickelt hat und stets ordnend betreut, hat den Jagdklub Darmstadt (Verein für Jäger und Sportschützen) als Partner gewonnen, der mit einer erfahrenen Betreuermannschaft den munitionslosen  Schießstand optimal organisierte. Mit hoher Zuwendung boten sie den Kindern und den Schießlaien Hilfen und Anleitung, die oft zu überraschenden Erfolgen führten. Die 12-jährigen Ben und Tim gewannen den Wettbewerb.

Floorball, eine Art Fußball-Billard, betreut durch die Mitveranstalter Sportkreis und Firma Merck, fand aufgrund  seiner Bekanntheit und Leichtigkeit guten Zuspruch, ähnlich wie das benachbarte Zielschießen mit den Hockeyschlägern. Völlig neue Anforderungen  dagegen stellte  „Showdown“ an die Spieler: Technik und Regeln wurde durch Vertreter von „Special Olympic Hessen“ vermittelt, die auch das Spielgerät mitgebracht hatten. Da hierbei das Gehör eine wichtige Rolle spielt, können Sehbehinderte oder Blinde als ursprünglich gedachte Zielgruppe groß aufspielen. Etwas an Tischfußball erinnernd gilt es, auf einem Tisch mit 10 cm hoher Bande den Plastikball mit einer Kelle im gegenüberliegenden Tor unterzubringen.

In der Mitte des Stadionrasens machte „Roundnet“  auf sich aufmerksam, weil auch während der Regeneinlagen dort pausenlos weitergespielt wurde. Der Reiz des Spiels geht von einem kniehoch  auf dem Mini-Trampolin gespanntem federnden Netz aus, wobei ein Ball von  zwei Zweiermannschaften möglichst lange ohne Bodenkontakt  hin- und her geschlagen  wird bis das „Goal“ fällt. Das aus den USA stammende Spiel gibt es seit 2 Jahren bei uns. Im Laufe des Nachmittags besuchte nicht nur der Hessische Rundfunk, sondern auch die frisch gewählte und munter mitspielende  Darmstädter Bürgermeisterin Barbara Akdenis das Spielfest.

Walter Schwebel