Kommunales Job-Center unterstützt Gastronomie durch Sondervermittlungsaktion

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Kontakte zu regionalen Unternehmen intensiviert 

Nach dem Ende des Lockdowns im Frühjahr dieses Jahres suchten Gastronomie-Betriebe händeringend nach kurzfristig einsetzbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Kommunale Job-Center (KJC) des Odenwaldkreises reagierte auf die gestiegene Nachfrage mit der Sondervermittlungsaktion „Servicekräfte“. Federführend war dabei Hans-Dieter Schöneck vom Arbeitgeberservice des KJC, der als Ansprechpartner für die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber fungierte. Gemeinsam mit den Vermittlungscoachs des KJC durchsuchte er den Kundenstamm auf potenzielle Mitarbeiter und brachte die Kandidaten mit den Unternehmen zusammen. Bis Anfang Dezember konnten so 29 Kunden des KJC in verschiedene Beschäftigungsmodelle vermittelt werden. Gastronomiebetriebe, die Personalbedarf haben, können sich nach wie vor beim Kommunalen Job-Center melden.

Darüber hinaus wurden durch diese Aktion viele Kontakte zu regionalen Gastronomieunternehmen neu geknüpft oder gefestigt. Ein intensiverer Kontakt entwickelte sich dabei zur Geschäftsleitung des Restaurants und Hotels „Krone“ in Höchst-Hetschbach. Vertreter des KJC, des Bildungsträgers InA gGmbH sowie der Kreisbeigeordnete für Arbeit und Soziale Sicherung, Michael Vetter, sprachen mit Inhaber Karl-Ludwig Wölfelschneider und seiner Schwester Iris Wölfelschneider-Daab (Restaurantleitung) offen über Mitarbeiterbedarfe, Schwierigkeiten bei der Suche nach Auszubildenden und über Herausforderungen in der Gastronomie in Zeiten von Corona.

Durch das Angebot eines Abholservice und den Umsatz durch die erlaubten Hotelübernachtungen von Geschäftsreisenden konnte die „Krone“ alle Mitarbeiter, darunter drei Auszubildende, im Unternehmen halten. Darüber ist die Geschäftsleitung sehr froh. Denn, wie in jedem anderen Unternehme, sind auch in der „Krone“ gute Mitarbeiter ausschlaggebend für die Gästezufriedenheit und für den Standard, den der leidenschaftliche Koch Karl-Ludwig Wölfelschneider für sein Restaurant ansetzt.

Doch gute Mitarbeiter seien immer schwerer zu finden. „Gerade in der Gastronomie schrecken vor allem die Arbeitszeiten und Anforderungen potenzielle Mitarbeiter und Azubis ab“, so der Chef des Hauses. Dabei würde er sein Wissen gern regelmäßig weitergeben und bietet aktuell wieder zwei Ausbildungsplätze als Köchin oder Koch an. Wert legt er bei den Bewerberinnen und Bewerbern eher auf ehrliches Interesse an dem Beruf und Engagement, als auf den Notendurchschnitt. Dennoch seien die Bewerbungen rückläufig.

„Die Qualität der Auszubildenden hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Oft fehlt es den Jugendlichen an Motivation und Konzentrationsfähigkeit. Das wird zwar meist im Laufe der Ausbildung und mit zunehmendem Alter besser, aber der Weg bis dahin kann mitunter schwierig sein“, weiß auch Stefanie Weber, Teamleiterin U25/Arbeitsmarktplanung im KJC. Sie betreut mit ihrem Team unter anderem Jugendliche beim Einstieg ins Berufsleben und erhält derartige Rückmeldungen nicht selten von Ausbildungsbetrieben. Dem versucht das Kommunale Job-Center beispielsweise mit verschiedenen Aktivierungsmaßnahmen für junge Kunden entgegenzuwirken. Hinzu kommt die Unterstützung bei der Berufsorientierung, um so gezielt auf den Jobeinstieg vorzubereiten. Maßnahmen von denen letztlich auch die Ausbildungsbetriebe profitieren.

Sobald die Corona-Pandemie es zulässt, möchte das Kommunale Job-Center die Betriebsbesuche wiederaufnehmen, um möglichst viel über die Herausforderungen der einzelnen Branchen zu erfahren und auf die Probleme eingehen zu können. Bei Interesse an einem Besuch und Personalbedarf im Rahmen der Sondervermittlungsaktion steht Hans-Dieter Schöneck vom Arbeitgeberservice gern telefonisch unter 06062 70-1426 oder per E-Mail an arbeitgeberservice@odenwaldkreis.de zur Verfügung.

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